
30.5.2009, 10.00 - 16.00 Uhr
Es trafen sich Vertreter fast aller astronomischen Einrichtungen, Sternwarten, Planetarien und Vereine des Landes in der Astronomischen Station „Tycho Brahe“ in Rostock. Zum ersten Jahrestreffen Astronomie hatte der Astronomische Verein Rostock in die Hansestadt geladen.

„Als ich begonnen habe, das Treffen zu organisieren, wusste ich gar nicht, welche astronomischen Einrichtungen im Land sind“, sagte Henning Schmidt bei der Eröffnung des ersten Jahrestreffens. Mit dabei waren Vertreter der Sternwarten oder Vereine aus Rostock, Schwerin, Demmin, Greifswald, Barth, Heringsdorf, Lübz, Remplin, Torgelow, Wustrow und die Initiative 2000 plus aus Neubrandenburg.

Besondere Beachtung fand der Vortrag von Dietmar Fürst zum Wiederaufbau der Sternwarte in Remplin. Sie ist die wahrscheinlich älteste noch existierende Sternwarte Deutschlands und wurde 1793 errichtet. Durch den Zweiten Weltkrieg und Vandalismus wurde sie fast vollständig zerstört. „1980 habe ich sie total zugewuchtert vorgefunden“, erzählt Dietmar Fürst vom Förderverein Sternwarte Remplin. „Es war gefährlich, sie zu betreten.“
Fürst initiierte in jedem Jahr Sommerlager und richtete die Sternwarte im Lauf von fast 30 Jahren wieder einen passablen Zustand her. Der Verein hat mit bloßen Aufräumarbeiten begonnen. Heute können Besucher in der Beobachtungskuppel durch ein Teleskop schauen.
Beim ersten Jahrestreffen Astronomie in Mecklenburg-Vorpommern wurde ein Grundtenor deutlich: Man wolle künftig enger Zusammenarbeiten und gemeinsam für das Ziel, die astronomische Bildung im Land zu erhalten und zu verbessern, eintreten. Die Hobby-Astronomen stellten außerdem fest, dass sie an allen Orten mit ähnlichen Problemen zu kämpfen hat. „Vielleicht kann man künftig, einige Probleme gemeinsam lösen“, sagt Initiator Schmidt. „Ich bin froh, dass dieses Treffen zustande gekommen ist“, sagte er nach der Tagung. „Wir werden jetzt ein Netzwerk aufbauen und in Kontakt bleiben.“
Zum nächsten Treffen hat die Initiative 2000 plus im August nach Neubrandenburg eingeladen.
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